Tattoolaser

Wie funktioniert die Entfernung von Tattoos mit dem Laser?
Tattoos sind in der Haut eingekapselte Farbpigmente. Das Laserlicht dringt in die Haut ein und wird von eingelagerten Farbpigmenten aufgenommen. Hierdurch kommt es zu einem kurzen Sprengeffekt, bei dem die Farbpigmente verkleinert und aus der Verkapselung gelöst werden. Die freiliegenden Farbpigmente können nun, wie auch andere Fremdstoffe, vom Immunsystem über das Lymphsystem weggespült werden. Die umliegende nicht tätowierte Haut bleibt vom Prozess nahezu unberührt.

Was zeichnet einen guten Therapeuten aus?
Der empfehlenswerte Therapeut hat einen sicheren Laser der als Medizinalprodukt zertifiziert ist, kann ein gütliges Laserschutzbeauftragten -und Geräteschulungszertifikat zeigen, hat den korrekten Haftpflichtschutz für die Laserbehandlung, führt als Nichtmediziner die Diagnose durch einen Dermatologen durch und hat ein klar strukturiertes Behandlungsprotokoll mit  Gesundheitsfragen, Hauttypbestimmung, Patch-Probebehandlungen, Einverständniserklärung, Vorher-Bilder und Vor- und Nachbehandlungshinweisen. Ebenfalls kennt ein guter Therapeut einen der seltenen Spezialisten mit einem High-end Pigmentlaser (Kompetenzcenter mit 4 Wellenlängen: 532/585/650/1064nm) für die Entfernung von hartnäckigen hellblauen, hellgrünen oder türkisfarbiger Restfarben.

Welche Farben können mit dem Laser entfernt werden?
Am besten können dunklere Farben wie schwarz, blauschwarz, dunkelblau und rot entfernt werden, welche meistens bei den Tattoos eingesetzt werden. Hellere Farben wie hellgrün, türkis und hellblau sind schwieriger und müssen mit einer vorherigen kleinen Probelaserung abgeklärt werden. Helle Farben wie Gelb und Weiss können mit dem Laser teilweise über einen Farbumschlag auf schwarz gut entfernt werden. High-end Laser mit zusätzlichen konvertierten Wellenlängen wie 585nm und 650nm können die hartnäckigen Farben gut entfernen.

Können neue frische Tattoos einfacher entfernt werden?
Frische Tattoos sind durch weniger Behandlungen zu entfernen als ältere Tattoos, weil die neuen Farbpigmente noch nicht in tiefere Hautschichten gewandert sind.

Können auch grosse Tattoos entfernt werden?
Grosse Tattoos werden in mehreren Teilbehandlungen entfernt, damit das Lymphsystem die hohe Anzahl von freigesetzten Farbpigmenten problemlos abführen kann und das Risiko von Ablagerungen in den Lymphknoten minimiert wird.

Was zeichnet einen guten Pigmentlaser aus?
Die Medizinalprodukte-Zertifizierung garantiert die höchste Produktequalität vom Laser. Jeder Laser muss jährlich auf die Leistung und Sicherheit überprüft und versiegelt werden. Die gültigen Prüfplaketen am Laser sind der Nachweis für die Servicepflege. Teure Pigmentlaser können schneller schiessen und haben einen sogenannten Top/Flat-Head vom Spot, also eine gleichmässig verteilte Energiedichte.

Können auch Tattoos auf farbiger Haut entfernt werden?
Auch Tattoos auf farbiger Haut können entfernt werden. Das Risiko der Hellfärbung ist jedoch wesentlich grösser als bei einer Nord- oder Mitteleuropäischer Hautfarbe. In der Regel produziert die behandelte Haut wieder eigene Farbpigmente, so dass die gewohnte Hautfarbe nach einigen Monaten wieder hergestellt ist. Solten sich doch weissliche Stellen auf der Behandlungsstelle befinden, werden diese nach ein paar Jahre wieder die normale Hautfarbe annehmen. Das ist ein langdsamer Prozess. Es ist immer besser, ein paar Wochen zu warten, bis die Behandlungsstelle möglichst blass geworden ist, als auf die Rückkehr natürlicher Pigment zu warten.

Wie lange dauert eine Laserbehandlung?
Die effektive Behandlungsdauer ist abhängig von der Grösse des Tattoos. Erfahrene Lasertherapeuten werden jedoch keine Behandlung länger als 30 Minuten duchführen, damit das Risiko einer Anhäufung der Schlackenstoffe in der Lymphdrücse verhindert wird. Flächen bis zur Grösse einer Postkarte kann man problemlos behandeln. In Ausnahmefällen sind auch grössere Flächen möglich.

Wie lange muss zwischen zwei Behandlungen pausiert werden?
Generell sollte zwischen zwei Behandlungen 6 bis 8 Wochen pausiert werden, damit die Haut genügend Zeit für die Abheilung vom Schorf (Kruste) hat und das Lymphsystem alle Schlackenstoffe abbauen kann.

Ist die Entfernung eines Tattoos mit dem Laser schmerzhaft?
Die Behandlung ist schmerzarm, wird jedoch je nach Schmerzempfindlichkeit und Körperstelle unterschiedlich empfunden. Die Empfindung ist ähnlich wie bei der Tätowierung selbst, ein sehr feiner Nadelstich oder vergleichbar mit dem Schnippen eines Gummibandes auf die Haut. Schmerzlindernd ist vorallem die konstante kontaktlose Kühlung mit kalter Luft oder ein Vor- , Zwischen und Nachkühlung mit Coolpacks sowie die Vorbereitung der Hautstelle mit einer oberflächlichen Betäubungscreme.

Was muss vor der Laserbehandlung beachtet werden?
Vor der Laserbehandlung sollte die zu behandelnde Hautstelle nicht gebräunt sein. Eine Sonnen- und Solarium gebräunte Haut wird ein grosser Teil der Laserenergie aufnehmen und könnte so gereizt oder sogar geschädigt werden. Die Bräunung der Haut kann mit dem frühzeitigen Auftragen von Sun-Blocker 50+ oder dem Einsatz eines Pflasters verhindert werden. Zu beachten ist, dass keine blutverdünnenden Medikamente wie Aspirin oder Produkte mit Johanniskraut, welche die Lichtempfindlichkeit der Haut verändern, bis spätestens 14 Tage vorher nicht mehr eingenommen werden.

Wie ist der Ablauf einer Tattooentfernung mit dem Laser?
Vor der ersten Behandlung untersucht der Therapeut das Tattoo, erklärt die Chancen und Risiken der Laserbehandlung, wählt die entsprechende Lasereinstellung und setzt den Preis für die einzelnen Behandlungen fest. Anschliessend wird ein Vorher-Bild von dem Tattoo erstellt, damit der Behandlungsverlauf bildlich dokumentiert werden kann. Die Behandlung wird je nach Zugänglichkeit zum Tattoo auf der Liege oder auf einem Stuhl durchgeführt. Der Kunde und der Therapeut schützen Ihre Augen wegen der Reflektion und Streuung vom Laserlicht mit einer Augenschutzbrille. Der Lichtapplikator wird im korrekten Abstand auf die Haut ausgerichtet und es folgen in kurzen Abständen die Laserimpulse bis das ganze Tattoo abgefahren ist. Anschliessend wird die behandelte Hautstelle mit einer antibakteriellen Wundheilsalbe versorgt und mit einem Pflaster verschlossen.

Was muss nach der Behandlung beachtet werden?
Nach der Laserbehandlung kann es durch den Sprengeffekt zur einer oberflächlichen Hautreizung, Hautrötung, leichter Schwellung und Schorfbildung kommen, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Die Schnorf- oder Kurstenbildung kann bis zu zwei Wochen andauern, weil dabei ein Teil des zerstörten Farbpigments abschliffen wird.  Diese Kruste darf nicht abgekratzt werden. Die Hautstelle wird mit einer antibakteriellen Wundheilsalbe wie Vita Merfen mehrfach täglich behandelt und mit einem Pflaster abgedeckt, ähnlich wie nach dem Stechen eines Tattoos. Die behandelte Stelle muss bis zur nächsten Laserbehandlung vor Sonnen- und Solariumlicht geschützt werden.

Wie sieht das Tattoo nach der Laserbehandlung aus?
Nach der Nachbehandlung mit einer antibakteriellen Wundheilsalbe ist das Tattoo bereits aufgehellt, wenn auch oftmals unregelmässig. Gelegentlich kann die behandelte Stelle für einige Monate etwas dunkler pigmentiert sein, was jedoch nur vorübergehend ist.