EMS XBODY

Wie funktioniert EMS-Training?

Beim EMS-Training machst Du verschiedene statische oder dynamische Übungen. Dabei hast Du eine Funktionsweste mit Elektroden an. Durch diese Elektroden fliessen ungefährliche bioelektrische Impulse, die erstens alle Muskelgruppen im Körper gleichzeitig fordern, und zweitens die Übungen sehr, sehr viel intensiver als bei normalem Training machen. Im Prinzip wirkt EMS wie ein Verstärker. Bei jeder Bewegung, die Du im normalen Leben machst, wird ein motorischer Nerv mittels bioelektrischen Impulsen vom Gehirn gereizt, um dadurch Deinen Muskeln den „Befehl“ zur Anspannung (Muskelkontraktion) zu geben. Die Folge: die Muskeln kontrahieren, und Du kannst beispielsweise laufen oder jemandem die Hand schütteln. Beim 20-minütigen EMS-Ganzkörpertraining löst nicht Dein Gehirn, sondern unser Trainingsgerät diesen bioelektrischen Impuls aus. Dein Muskel selbst kann dabei gar nicht unterscheiden, ob dieser Kontraktionsbefehl vom Gehirn oder von außen kommt. Somit ist EMS im Grunde ein extern wirkender Turbo Deines körpereigenen Prinzips.

 

Ist EMS-Training sicher?

Ja. Eine inzwischen wirklich beeindruckende Anzahl an Studien haben die Wirksamkeit und die absolute Unbedenklichkeit des EMS-Trainings eindeutig bestätigt. Elektrostimulation stammt aus der Rehabilitation und hat eine jahrzehntelange Tradition. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts wird es nicht nur von Ärzten und Physiotherapeuten sondern auch im Leistungssport eingesetzt. Im medizinischen Bereich hilft die elektronische Muskelstimulation bei Rückenbeschwerden und muskulären Dysbalancen. Im Leistungssport steigern Athleten mit EMS ihre Muskelkraft.

 

Auf was ist vor und nach dem Training zu beachten?

Generell ist es wichtig, dass Du Dich „sportgesund“ fühlst, um ein EMS-Fitnesstraining zu machen. Bei Infekten, Erkältungen, starker Übermüdung oder sonstigen körperlichen Einschränkungen raten wir Dir vom Training ab, weil es sonst zu einer Überbelastung kommen kann. Achte darauf, dass Du vorher ausreichend getrunken hast und dem Körper ausreichend Energie für die intensive Trainingseinheit zur Verfügung steht. Also bitte nicht mit leerem Magen trainieren. Kurz nach dem Training empfehlen wir, eine schnell verfügbare Eiweissquelle (etwa einen Protein-Shake oder Protein-Riegel) – eventuell auch in Verbindung mit Kohlenhydraten – zu Dir zu nehmen. So können eine optimale Regeneration und ein schnelleres Muskelwachstum stattfinden.

 

Was sind die Kontraindikation beim EMS-Training?

Grundsätzlich gilt: Jeder gesunde Mensch der auch Sport treiben kann („sportgesund“), kann EMS-Training nutzen. Folgende Ausnahmen gibt es. Wenn Du schwanger bist, warte bitte mit dem EMS-Training bis einige Wochen nach der Geburt. Hast Du Beschwerden bei körperlicher Belastung, solltest Du erst nach Rücksprache mit Deinem Hausarzt trainieren. Das Gleiche gilt, wenn Du einen Herzschrittmacher trägst, oder eine neurologische Erkrankung, fortgeschrittene Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Krebserkrankung, Tumorerkrankung oder Tuberkulose hast. Wenn Du erkältet bist oder eine bakterielle Infektion hast, solltest Du zumindest pausieren, was ebenfalls für jede andere Sportart gilt.

 

Hier die Kontraindikationen aufgelistet:

  • Schwangerschaft
  • Herzschrittmacher
  • Neurologische Erkrankungen
  • Diabetes, Krebs, Tumore, Tuberkolose
  • Silikone oder andere Implantate in der Elektrodenzone

 

Können Personen mit einem Herzschrittmacher EMS-Training machen?

Nein. Herzschrittmacher werden in der Regel eingesetzt, um die Herzaktivität des Patienten zu überwachen bzw. zu stimulieren. Liegt kein eigener Herzrhythmus vor oder sinkt der Rhythmus unter eine bestimmte Grenze, springt der Herzschrittmacher an und sendet elektrische Impulse, die den Herzmuskel zur Kontraktion veranlassen. So soll ein regelmäßiger und schnellerer Herzschlag gewährleistet werden. Einige neuer Modelle passen die Frequenzen, mit die elektrischen Impulse gesendet werden an die Situation an, bspw. auf Veränderungen wie beim Laufen. Manche machen das sogar bei Gefühlsveränderungen, wie emotionalen Belastungen. Die Hauptschwierigkeit bei Herzschrittmachern liegt darin, ob die Detektionseinheit des Pacemakers in der Lage ist, kardiale Signale von äußeren Störquellen zu unterscheiden. Theoretisch kann aufgrund der elektrischen Signale bei störungsanfälligen Geräten ein Programm verändert oder gelöscht werden, bei weniger störanfälligen Schrittmachern ist laut Angaben vieler Hersteller immer noch ein Aussetzen des Pacemakers während der Anwendung möglich. Im schlimmsten Fall muss mit bedrohlichen Asystolen oder Arrhythmien gerechnet werden. Zwar gehen einige Experten mittlerweile davon aus, dass moderne bipolare Pacemaker wenig oder gar nicht von äußeren elektrischen Signalen beeinflusst werden. Allerdings können Unterschiede zwischen den einzelnen Fabrikanten und Herstellern nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die jeweiligen Angaben sind hierzu nicht eindeutig. Bei lokaler Aussparung der Elektroden um den Brustbereich sollte das Risiko einer Beeinflussung des Pacemakers durch den EMS-Impuls zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit reduziert sein, aber völlig ausschließen lässt es sich nicht. Daher wird Trägern von Herzschrittmachern generell von Therapien mit Einsatz elektrischer Impulse abgeraten.  Grundsätzlich sind elektronische Herzschrittmacher sowie generell alle elektronischen Implantate als absolute Kontraindikation einzustufen. Das heißt, dass wir ein EMS-Training grundsätzlich nicht zulassen.

Wie fühlt sich EMS-Training an?

Abgesehen davon, dass es sehr anstrengend und schweißtreibend sein kann, spürt man ein Kribbeln, das einige unserer Kunden mit einem intensiven und angenehm warmen Unterwassermassagestrahl im Schwimmbad vergleichen, den Du aus geringer Entfernung direkt auf Deinen Muskel richtest.

 

Ist EMS-Training auch gut in Kombination mit anderen Sportarten?

EMS-Training kann für alle Sportarten als Zusatztraining genutzt werden. Viele Profisportler aus verschiedenen Bereichen (z. B. Fußball, Golf, Wintersport) nutzen das Training und bestätigen den Erfolg. Beim EMS-Training steigerst Du die Schnellkraft und die Kraft-Ausdauerleistung. Für jede individuelle Sportart kann dein Personaltrainer die Übungen und den Trainingsplan sportartspezifisch auf dich abstimmen.

 

Ist EMS-Training anstrengend?

Das kommt ganz auf deine Zielsetzung an. Aber grundsätzlich gilt: Ja, es kann sehr anstrengend und schweisstreibend sein. Aber keine Angst, unsere Personal Trainer helfen Dir zwar immer wieder, über Dich hinaus zu wachsen und auch das letzte bisschen Power aus Dir raus zu kitzeln, aber sie überfordern niemanden. Letztlich bestimmst Du, wo Deine Grenze ist.

 

Welchen Nutzen bietet das voll- oder teilbetreute Personaltraining beim EMS-Training?

Personal Trainer wissen, wie man die funktionalen Übungen unter EMS-Impulsen präzise ausführt. Sie leiten Dich an und korrigieren Dich. Nur so ist ein EMS-Training überhaupt erst wirkungsvoll. Unsere Personal Trainer motivieren Dich ausserdem, und wenn Du kurz vor dem Aufgeben bist, garantieren wir Dir, dass sie auch noch das letzte bisschen Power aus Dir rauskitzeln. Und schließlich helfen sie Dir noch, am Ball zu bleiben und nicht nach ein paar Wochen das Sofa dem Training wieder vorzuziehen.

 

Bedingt EMS-Training fitte Voraussetzungen?

Nein. Bei uns kann jeder anfangen, egal auf welchem Fitness Level er sich befindet. Wir stellen Dir – je nach Erfahrung und Zielsetzung – immer Deinen ganz persönlichen Trainingsplan zusammen. Ausserdem helfen Dir unsere Personal Trainer, bei jedem Termin die richtige Trainingsintensität zu wählen, denn jeder hat mal einen stärkeren und einen schwächeren Tag.

 

Wie verändert sich Muskelkoordination und Körperwahrnehmung mit dem EMS-Training?

Um den Aspekt der koordinativen Fähigkeiten und der verbesserten Körperwahrnehmung (Propriozeption) zu berücksichtigen, haben wir in unser Training viele und variantenreiche Fitnessübungen aus dem Bereich des Functional Trainings einfliessen lassen. Das heisst, dass viele der Übungen alltagsähnliche Bewegungsabläufe simulieren, um damit gezielt die intermuskuläre Koordination und die Körperwahrnehmung zu schulen. Erst so wird aus unserer Sicht ein ganzheitliches und zielführendes EMS-Training draus! Übrigens: Studien haben belegt, dass sich bei 60% der Probanden die Gleichgewichtsfähigkeit nach dem EMS-Training verbessert hat.

 

Wird mit dem EMS-Training auch der passive Bewegungsapparat trainiert?

Ja. Die intensive Stimulation des aktiven Bewegungsapparates (gesamte Skelettmuskulatur) bei unserem EMS-gestützten Functional Training führt auch beim passiven Bewegungsapparat (Knochen, Knorpel, Bänder und Bandscheiben) zu Anpassungsprozessen. Durch die Druck- und Zugbelastungen der Skelettmuskeln werden die Knochen kurzzeitig „verformt“. Während des Regenerationsprozesses passen sie sich diesem voraus gegangenen Belastungsreiz an, indem sie neue Knochensubstanz aufbauen. Des Weiteren kommt es zu einem Anstieg vieler anaboler (aufbauender) Hormone wie z.B. Wachstumshormonen, Testosteron, DHEA (Dehydroepiandrosteron) und auch des Östrogens und damit zu einer insgesamt verbesserten Stabilisation und einem Aufbau des passiven Bewegungsapparates. Übrigens: EMS-Training wird schon seit vielen Jahren erfolgreich in der Prävention von Osteoporose (Knochenschwund) angewandt.

 

Was ist der Unterschied zwischen EMS- Training und EMA-Training?

„EMS“ ist die Abkürzung für „Elektrische Muskelstimulation“ und umfasst eine Reihe von wissenschaftlichen und medizinischen Therapieformen, bei denen Reizstrom zur Muskelstimulation eingesetzt werden. Genauer ausgedrückt wird niederfrequenter Gleichstrom bzw. niederfrequenter Wechselstrom verwendet. „EMA“ ist die Abkürzung für „Elektrische Muskelaktivierung“ und findet unseres Wissens nach weder in der Sportwissenschaft noch in der Medizin eine begriffliche oder inhaltliche Anerkennung bzw. Verwendung. „EMA“ (manchmal auch als „360 Grad EMS“ oder „EMS 3.0“ bezeichnet) ist am Ende eine abgewandelte Form des „EMS“. „EMA“ wird unseren Beobachtungen nach sehr häufig von einer spezifischen EMS-Geräteherstellerfirma verwendet, insbesondere im Zusammenhang mit Marketingaussagen. Inhaltlich gibt es folgenden Unterschied: bei „EMA“ wird neben dem niederfrequenten Reizstrom (wie bei klassischem „EMS“) auch mittelfrequenter Reizstrom verwendet, welcher moduliert wird. Du fragst Dich jetzt sicher, was nun wirksamer für Dich und Deine Fitnessziele ist? Niederfrequentes „EMS“ oder mittelfrequentes „EMA“? Dazu können wir Dir leider keine eindeutige Aussage machen. Klar ist jedoch, dass für die beim „EMA-Training“ verwendeten Frequenzbänder praktisch keine wissenschaftlichen Gankörpertrainingsuntersuchungen existieren, durch die Dir die Sicherheit und/oder Wirksamkeit von „EMA“ versichert werden könnten. Außerdem wissen wir von derzeit laufenden Untersuchungen an Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich alle „EMS“ widmen und nicht „EMA“.

 

Wann sind die ersten Ergebnisse sichtbar?

Die meisten fühlen einen Unterschied schon nach dem ersten Training. Sichtbar werden Veränderungen nach wenigen Trainingswochen – das hängt ganz vom Trainierenden ab. Wichtig ist nur, dass Du regelmäßig trainierst und beim Trainingsziel „Abnehmen“ auch parallel Deine Ernährung umstellst. Dann gilt folgende Reihenfolge: zuerst spürst Du die Ergebnisse. Daraufhin wirst Du sie sehen. Und schließlich werden auch andere Deine Körperveränderung bemerken. EMS-Training garantiert den Vorher Nachher Effekt!

 

Kann mit EMS-Training die Muskeln aufgebaut werden?

Du kannst nicht nur, Du wirst! Denn Muskelaufbau ist der zentrale Bestandteil des EMS-Trainings. Und das funktioniert so: Bei jeder Bewegung wird Deine Muskulatur über bioelektrische Impulse von Deinem Gehirn angesprochen. Die Folge: Deine Muskeln kontrahieren. Beim EMS-Training führt nicht Dein Gehirn, sondern das Trainingsgerät der Muskulatur diesen Impuls zu und verstärkt den körpereigenen Effekt um ein Vielfaches. Durch EMS werden dadurch fast alle Muskeln in Deinem Körper gleichzeitig und viel intensiver als normal trainiert. Deinem Muskel ist es wirklich egal woher er die Kontraktion erfährt. Er reagiert auf die erhöhte Belastung immer gleich: mit Anpassung = Wachstum!

 

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die Ergebnisse mit dem EMS-Training?

Grundsätzlich gilt, dass mindestens 50 Prozent des Trainingserfolgs von der richtigen Ernährung abhängen, denn grundsätzlich ist eine ausgewogene Ernährung für die körperliche Fitness und Gesundheit ganz entscheidend. Für einen individuellen Trainingsplan ist außerdem Deine persönliche Zielstellung (Muskelaufbau, Abnehmen) maßgeblich.

 

Kann mit dem EMS-Training Gewicht verloren werden?

Ja. Allerdings solltest Du wissen, dass Du mindestens 4-6 Trainingswochen Geduld haben musst (je nach individueller Körperzusammensetzung / Genetik), weil jeder Körper durch EMS erst einmal Muskelmasse aufbaut – und Muskelgewebe ist schwerer als Fettgewebe. Später erhöht sich durch den gestiegenen Muskelgewebeanteil jedoch auch Deine Fettverbrennung, weil viele Muskeln viel Energie benötigen. Und das sogar in Ruhezeiten (Grund-umsatz). Damit kommst Du dem „Abnehmen im Schlaf“ tatsächlich ein Stückchen näher. Wenn Du nun noch parallel ein wenig Deine Ernährung optimierst (dabei helfen wir Dir), wirst Du mit EMS-Training auf jeden Fall massiv Gewicht abnehmen.

 

Können stärkere Muskeln beim Abnehmen helfen?

Es gibt einen Ausweg aus dem Diäten- und Figur-Dilemma: unsere Muskeln! Die Muskulatur ist der Dauerbrenner unseres Körpers. Je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto größer ist der Grundumsatz, desto mehr Kalorien werden verbrannt und desto leichter können das Körpergewicht reguliert und die Figur geformt werden. Von der Muskulatur gehen zahlreiche Signale und Botenstoffe aus, die den Stoffwechsel nachhaltig beeinflussen. So fördern etwa die Botenstoffe Interleukin-6 und Interleukin-15 den Muskelglykogen-Stoffwechsel. Die Blutglukose (Blutzucker) wird effektiver aus dem Blut in den Muskel geschleust, was unabdingbar zur Regulierung des Energieumsatzes ist – besonders wenn der Stoffwechsel durch viele Crash-Diäten aus den Fugen geraten ist! Muskeln sorgen dauerhaft für einen erhöhten Grundumsatz und verbrauchen rund um die Uhr Energie. Bereits 500g mehr Muskelmasse verbraucht an einem Tag in Ruhe schon mehr als 50 kcal mehr Energie als die gleiche Menge Fett. Der Erhalt der Muskelmasse ist daher beim Abnehmen von entscheidender Bedeutung. Da Muskeln allerdings schwerer sind als Fettgewebe, kommt es zunächst nur zu einem geringeren Gewichtsverlust als bei reinen Diäten, bei denen etwa zur Hälfte auch Muskelmasse abgebaut wird. Daher ist nicht entscheidend, was der Zeiger auf der Waage sagt, sondern was tatsächlich im Körper passiert. Der dauerhafte Vorteil ist der erhöhte Grundumsatz – verbunden mit dem beim Training erhöhten Leistungsumsatz (auch Arbeitsumsatz genannt) sorgt eine gut austrainierte Muskulatur für eine fühl- und sichtbare Umstrukturierung des Körpers, die sich auch langfristig lohnt.

 

Wieviele Kalorien können bei einem EMS-Training verbrannt werden?

Zum tatsächlichen Kalorienverbrauch durch Ganzkörper EMS-Training liegen erst seit kurzer Zeit wissenschaftliche Daten von Prof. Dr. Wolfgang Kemmler von der Universität Erlangen hat untersucht, wie hoch der Energieverbrauch beim EMS-Training tatsächlich ist. Hierzu haben gut trainierte junge Männer ein 16-minütiges EMS-Krafttraining absolviert. Als Ergebnis nennt Kemmler für 16 Minuten = 412 kcal. Umgerechnet auf ein 20-minütiges EMS-Krafttraining ergibt das 515 kcal. Im Vergleich zu anderen populären Sportarten, die ebenfalls 20 Minuten absolviert werden, liegt EMS-Krafttraining am Spitzenplatz!

Für 20-Minuten Training gelten folgende Orientierungswerte:

EMS-Training =  515 kcal
Seilspringen (schnell)                                                                             300 kcal
Klettern =  275 kcal
Fußball =  250 kcal
Leichtathletik (Hürdenlauf) 250 kcal
Judo =  250 kcal
Boxen =  225 kcal
Joggen =  210 kcal
Handball =  200 kcal
Badminton =                                                                                                175                                  kcal

Wichtig! Nicht allein der Kalorienverbrauch innerhalb der Trainingseinheit ist von Bedeutung. Auch der erhöhte Umsatz in der Regenerationsphase, der sogenannte Nachbrenneffekt (Excess Post Exercise Oxygen Consumption = EPOC) spielt eine entscheidende Rolle für die Effektivität des Trainings. Durch den erhöhten Stoffwechsel und die Intensität von EMS-Training gehen die Wissenschaftler von einem stark verlängerten Nachbrenneffekt aus, der bis zu 48h nach der EMS-Trainingseinheit anhält. Daher sollten die oben genannten Werte jeweils mit 2 bzw. 2,5 multipliziert werden. Da Frauen im Vergleich zu den männlichen Testpersonen meist einen geringeren Muskelmasseanteil aufweisen, sollten Frauen den Orientierungswert 515 kcal mit 0,75 multiplizieren = 386 kcal während der EMS-Trainingseinheit und 772 kcal (386 x 2) ist der weibliche Energieverbrauch inkl. Nachbrenneffekt. Des Weiteren ist zu beachten, dass in die Berechnung des Energieverbrauchs neben dem Geschlecht je nach Bestimmungsmethode auch das Alter und das Gewicht einfließen. Je höher das Gewicht des Trainierenden, desto höher wird auch der Verbrauch sein. Im Altersgang lässt zudem die Stoffwechselrate meist nach. Weiterhin gilt: je höher die gewählte Intensität bei festgelegter Zeitdauer, je mehr Muskulatur, Bewegungsumfänge und Dynamik (funktionale Übungen) einbezogen werden, desto höher dürfte der Energieumsatz und somit der Kalorienverbrauch ausfallen. Je nach Einstellung und Übungsauswahl sind wahrscheinlich noch höhere Werte als 515 kcal möglich. Entscheidend für die Körperformung ist nicht zuletzt auch eine langfristige Anpassung des Muskelstoffwechsels. So kann eine gut ausgebildete Muskelmasse als Verbrennungsmotor den Körperformungsprozess unterstützen und mehr Energie insbesondere auch in trainingsfreien Ruhephasen verstoffwechseln. Der Kalorienverbrauch während des Trainings hat daher nur eingeschränkte Aussagekraft über die tatsächliche Wirkung einer Trainingseinheit. Zudem ist der Einfluss der Ernährung nicht zu unterschätzen.

 

Kann beim EMS-Training das Herz geschädigt werden?

EMS-Training ist nichts anderes als ein von außen wirkender Verstärker des körpereigenen Prinzips, die Muskeln über bioelektrische Impulse anzusprechen. Beim Training arbeiten wir mit sogenannten Niederfrequenzen, die für das Herz und die Organe ungefährlich sind. Deshalb: Wenn Du gesund bist, keine Herz-Kreislauf-Erkrankung hast und keinen Herzschrittmacher trägst, ist EMS-Training nicht gefährlich für Dein Herz. Der EMS-Impuls erreicht weder das Herz noch die Organe.

 

Hilft EMS-Training bei Rückenproblemen?

Ja! Kräftige Muskeln sind das A und O für einen gesunden Rücken. Oft entstehen Rückenbeschwerden durch eine zu schwache Muskulatur oder muskuläre Dysbalancen. Deine Wirbelsäule sackt ohne stützende Muskulatur wie eine Ziehharmonika in sich zusammen. Damit drücken Deine einzelnen Rückenwirbel auf Deine Bandscheiben, die „vorfallen“ und folglich auf Dein Nervengewebe drücken. So entsteht in den meisten Fällen der Rückenschmerz. Mit EMS-Training bauen wir Deine Rückenmuskulatur in Höchstgeschwindigkeit wieder auf. Dafür wird Dein Personal Trainer mit Dir funktionale Rückenstärkungsübungen trainieren. Deine Wirbelsäule entfaltet sich wieder und entlastet damit die Bandscheiben zwischen den Wirbeln. Diese können nun nicht mehr auf Deine Nerven drücken. Und gehen damit auch Dir nicht mehr auf die Nerven. Im Ergebnis reduziert das EMS-Training Deine Rückenschmerzen, oder sie verschwinden sogar völlig. Und ganz nebenbei verbessert sich Deine Haltung und Du läufst wieder aufrecht durchs Leben.

 

Steigt der Creatinkinase-Wert (CK-Wert) nach dem EMS-Training an?

Ja. Die Creatinknase (CK) bezeichnet ein Enzym, das in besonders hoher Konzentration in den Muskelfasern vorliegt. Es spielt als Katalysator bei der Übertragung energiereicher Phosphate zur Bildung von Creatin und ATP (Adenosintriphosphat) bei der Energiegewinnung der Muskelzellen eine wichtige Rolle. Nach einem intensiven Training (wie z. B. EMS) steigt der CK-Wert daher stark an, um nach einer Trainingspause von mehreren Tagen auf den Ausgangswert zurück zu fallen. Je nach Stoffwechseltyp kann er auch mal sehr stark ansteigen. Wichtig ist in jedem Fall eine ausreichende Hydrierung des Körpers, d.h., dass vor und nach dem Training genügend Flüssigkeit (z.B. stilles Mineralwasser) getrunken wird. Ein Zusammenhang zwischen erhöhten Creatinkinase-Werten nach intensivem EMS-Training und pathologischen Befunden wie z. B. Nierenversagen, Herzinfarkt oder Rhabdomyolyse (Muskelgewebezerfall) ist wissenschaftlich nicht herstellbar. Die Steigerung der CK-Aktivität ist lediglich Ausdruck einer hoch intensiven muskulären oder metabolischen Belastung. Negative Folgen sind davon nicht zu erwarten. Solltest Du einmal direkt nach einem EMS-Training ein Blutbild machen, so berichte bitte dem untersuchenden Arzt von Deinem Training, einfach dass er den erhöhten CK-Blutwert richtig einordnen kann. Experten sind sich einig: EMS-Training ist sinnvoll und völlig ungefährlich, wenn man es nicht übertreibt (z.B. 1-2x pro Woche) und ausreichende Flüssigkeit trinkt.

 

Kann das EMS-Training auch bei stark übergewichtigen Personen angewendet werden?

Ja. In einigen älteren Fachpublikationen wird immer noch darauf hingewiesen, das EMS gerade bei Adipositas (extrem hohes Übergewicht bzw. Fettleibigkeit) nicht effektiv sei, da der EMS Impuls nicht durch das subkutane (unter der Haut liegende) Fettgewebe zum Muskel durchdringen könne. In neueren Untersuchungen, besonders in Studien zum Ganzkörper EMS-Training konnte dies jedoch eindrucksvoll widerlegt werden. Gerade bei hohem Übergewicht scheint die EMS-Methode besonders erfolgreich. So konnten Übergewichtige signifikant stärker von EMS-Trainings profitieren, als die Normalgewichtigen in der Vergleichsgruppe, bezogen auf die prozentuale Gewichts- und Figurveränderung. Auch der Körperfettanteil konnte deutlich stärker nach unten korrigiert werden als bei Normalgewichtigen.  In uns bekannten Pilotstudien speziell mit der gefährlichen abdominellen Adipositas konnten hervorragende Ergebnisse mit EMS erzielt werden. Neben der Figurverbesserung (Abnehmen) konnten auch positive Veränderungen der Blutfettwerte, allen voran der Entzündungswerte, festgestellt werden, die gerade bei Adipositas oft gefährliche Indikatoren für Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum metabolischen Syndrom, Infarkt und Schlaganfall darstellen. Zwar kommt der Impuls beim EMS-Training durch den höheren Unterhautfettanteil (das Fett wirkt dabei quasi wie ein Puffer) etwas weniger intensiv am Muskel an, so dass an manchen Körperpartien auch deutlich höhere EMS-Intensitäten möglich sind. Allerdings ist die darunter liegende Muskulatur oft so deutlich geschwächt, dass meist schon eine niedrige EMS-Impulsintensität ausreicht, um den Muskel maximal zu stimulieren. Die niedrigere Reizschwelle der Muskulatur gleicht also den höheren Puffereffekt des Unterhautfettgewebes weitgehend aus. Die Einstellungen und Intensitäten unterscheiden sich oft nur geringfügig von denen anderer Trainierender.  Gerade bei Adipositas bzw. starkem Übergewicht solltest Du daher besonders gut vom EMS-Training profitieren.

 

Hilft EMS-Training bei Cellulite?

Ja. Das bestätigen uns unsere Kundinnen immer wieder. Durch EMS werden fast alle Muskeln in Deinem Körper gleichzeitig und viel intensiver als normal trainiert. Das Resultat: Körperfett wird reduziert, Muskulatur aufgebaut, Bindegewebe gestrafft, der Stoffwechsel aktiviert und die generelle Leistungsfähigkeit gesteigert. All das führt zu einem verbesserten Hautbild und der Reduktion von Cellulite.

 

Können Personen mit Silikon-Implantaten EMS-Training machen?

Es gibt unterschiedliche Arten von Brustimplantaten, in verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Am verbreitetsten sind wohl Silikon-Implantate. Bei modernen Implantaten treten nur noch in seltenen Fällen Bindegewebsveränderungen wie ein Kapselfibrose oder Austritte bzw. Verschiebungen der Silikonfüllung auf. In solchen Fällen bitte den Arzt fragen.  Generell gilt nach einer Operation eine Ruhezeit von bis zu 8 Wochen, die individuell jedoch auch länger ausfallen kann. Warte daher vor EMS Trainingsstart die ärztliche Freigabe ab! Meist kann jedoch relativ schnell wieder mit dem EMS-Training unter Aussparung der Brustelektrodenpads begonnen werden. Je nach Position der Narbe müssen evtl. auch andere Bereich zunächst weggelassen werden.  Gerade zu Beginn sind meist keine intensiven Belastungen der Arme möglich, eventuell sind einige Übungen für Dich nur ohne Armeinsatz möglich; vor allem Dehnungs- und Belastungsübungen für Brust und Schulter sind zu Beginn ungeeignet. Den Schwerpunkt bei der Übungsauswahl legen unsere Personal Trainer daher auf die Körpermitte und die unteren Extremitäten. Insgesamt hängt die Übungsgestaltung von Deinem individuellen Heilungsverlauf ab. Beginne das EMS-Training daher nur nach Freigabe durch Deinen behandelnden Arzt!

 

Kann mit EMS-Training die Beckenbodenmuskeln trainiert werden?

Ja – und wie! EMS-Training gilt als eine der effektivsten Trainingsmethoden bei Beckenbodenbeschwerden, weil durch ein gezieltes Beckenbodentraining alle am Beckenboden beteiligten Muskeln aufgebaut werden können. Viele Menschen, hauptsächlich Frauen ab Mitte 40, insbesondere aber auch nach Schwangerschaften, kämpfen mit einer schwachen Beckenbodenmuskulatur und dadurch nicht selten auch mit Harninkontinenz. Nach der Geburt sind Bauchdecke und Beckenboden ausgeweitet und an Bauch und Hüften haben sich häufig überschüssige Fettdepots angesammelt. Oftmals sind auch die Haltemuskulatur, wie z.B. die tiefliegende Rücken- und Bauchmuskulatur betroffen. Durch ein gezieltes Rückbildungsprogramm bekommen unsere Personal Trainer diese Probleme gemeinsam mit Ihnen in den Griff. Harninkontinenz ist ein weit verbreitetes Krankheitsbild in Deutschland. Viele Menschen, vor allem Frauen leiden an zeitweiliger oder dauerhafter Inkontinenz. Infolge  Bindegewebsschwäche, extremer körperliche Belastungen und Übergewicht kann es zu Senkungserscheinungen der Organe im Becken kommen. Unter anderem  können auch fortschreitendes Alter und Stress für Kontinenzschwäche verantwortlich sein. Neben einer Minderung der Lebensqualität können auch Depressionen, soziale Isolation oder ein eingeschränktes Sexualleben die Folge sein. Durch das EMS-Training können wir nahezu alle Muskelgruppen des Körpers, auch die sehr tief liegenden Muskeln, die zur Stabilisation notwendig sind, gleichzeitig trainieren. Die elektrischen Impulse verstärken die willkürlichen Muskelkontraktionen. Dadurch wird die Muskulatur in kürzester Zeit intensiv trainiert, was zu schnellen und nachhaltigen Stärkungserfolgen führt. Wissenschaftliche Studien belegen, dass gerade die Beckenbodenmuskulatur durch EMS-Fitness deutlich gestärkt werden kann. Das effektive Ganzkörpertraining mit EMS lindert die Beschwerden der Betroffenen und gibt ein besseres Körpergefühl.

 

 

Können Personen mit Verhütungs-Spirale oder Verhütungs-Stäbchen ein EMS-Training machen?

Die Verhütungsspirale (Intrauterinpessar) ist eine Art Fremdkörper, der in die Gebärmutter eingesetzt wird. Es gibt unterschiedliche Methoden und Materialien, bspw. Kupfer- oder Hormonspiralen. Grundsätzlich spricht bei einer Spirale nichts gegen das Training mit EMS. Das Implantat wird nicht von den elektrischen Impulsen beeinflusst. In einigen Fällen kann die Intensität gerade an Po- und Bauchelektroden deutlich geringer ausfallen, da die Schmerzsensibilität im Bereich der Spirale erhöht sein kann. Dies sollte aber bei guter Verträglichkeit der Spirale und gutem Sitz eher nicht der Fall sein. Bauchkrämpfe oder Schmerzen beim Training können ein Hinweis auf einen schlechten Sitz der Spirale oder ein Verrutschen sein; bitte melden Sie dies Ihrem Arzt. Weiter sollte beachtet werden, dass eine Spirale Nebenwirkungen hervorrufen kann, die gegen die Anwendung von Ganzkörper-EMS-Training sprechen. Gerade in den ersten 6 Monaten wird häufiger von Blutungsstörungen berichtet, wobei diese meist auf einen falschen Sitz der Spirale zurückgeführt werden. Auch könnten Entzündungen im Beckenraum, Brustspannungsschmerzen oder Übelkeit auftreten. Bei Auftreten von Nebenwirkungen, Schmerzen im Bauch- oder Beckenraum und allgemeinem Unwohlsein sollte ein Training mit EMS nicht durchgeführt und ein Arzt aufgesucht werden.  Eine andere Verhütungsform sind Verhütungsstäbchen, eine Art Hormonimplantat in Form weniger Millimeter großer Stäbchen, die z.B. an der Innenseite des Oberarms angebracht werden. Die Stäbchen bestehen in der Regel aus weichem Kunststoff und geben eine bestimmte tägliche Menge eines Gestagens in den Körper ab. Da es sich beim Einsetzen der Stäbchen um einen Eingriff handelt, kann die Stelle, an der das Stäbchen implantiert wurde, unter Umständen empfindlich auf den EMS-Impuls reagieren. Daher ist diese Stelle beim Training idealerweise auszusparen, indem die Armelektrode entsprechend versetzt angebracht wird. Eine häufige Nebenwirkung von Verhütungsstäbchen ist eine Beeinflussung des Blutungsmusters, die im Einzelfall völlig unterschiedlich ausfallen kann. Daher sollten Sie beim Einsatz von Verhütungsstäbchen oder generell bei der Verwendung von Hormonpräparaten unbedingt vor Aufnahme des Trainings Ihren Arzt konsultieren.

 

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