FAQ

Wer kann in der Schweiz einen Laser für kosmetische Behandlungen anwenden?
Alle Laser für die Anwendung am Menschen sind grundsätzlich der internationalen Laserklasse 4 zuzuordnen. Medizinprodukte dürfen nur von Mediziner angewendet werden. Nicht-Medizinprodukte, also Niederspannungsgeräte, sogenannte Beautyprodukte, für kosmetische Behandlungen, können auch von Nichtmediziner angeboten werden, jedoch ist neben dem Nachweis der Erfahrung, Handhabung der Laser, Sicherheitskonzept auch die medizinische Voruntersuchung notwendig. Idealerweise sucht der Nichtmediziner eine Kooperation mit einem Mediziner.

Sind fraktionierte Radiofrequenz-Geräte und das Micro Needling für Nichtmediziner erlaubt?
Invasive Behandlungen gehören generell in die Hände von Medizinern. Die fraktionierte RF und das Micro Needling sind zu den semi-invasiven Behandlungen zu zählen. Bei geringen Eindringtiefen kann das Verfahren auch von Nichtmedizinern angewendet werden sofern die Grundregeln der  Hygiene geschult sind.

Wer versichert die Geschäftsrisiken der Haftpflicht für Nichtmediziner mit Lasern?
Die meisten Schweizer Versicherungsgesellschaften sind nicht am Abschluss von Policen mit einem Medical Beauty Angebot von Nichtmedizinern interessiert. Es gibt jedoch einige wenige Versicherungsgesellschaften die die notwendigen Policen zeichnen.

Wie wichtig ist der Kurs zum Laserschutzbeauftragten?
Der Laserschutzbeauftragtenkurs nach Deutschem Vorbild (BVG B2) beschäftigt sich mit Arbeitssicherheit und entspricht inhaltlich dem Sicherheitskonzept wie es von der SUVA für Laseranwender in der Schweiz empfohlen wird. Das Zertifikat wird von den Sachversicherer als Bedingung gestellt, damit der Haftpflichtschutz für Personenschäden gewährt wird.

Gibt es unterschiedliche Qualitäten von Beauty- und Medizinallasern?
Ja, beim Kauf von medizinischen Geräten ist genau auf die Indikation zu achten. Entscheidend sind die wichtigen ISO-Zertifizierungen EN ISO-13485:2003, EN ISO 9001:2008, Richtlinie 93/42/EWG, die CE-Zertifizierung und eine Konformitätsbestätigung der Herstellerfirma, dabei ist es unerheblich ab der Laser in Europa, Nordamerika oder Asien zusammengebaut wurde. Für Anwender ist es oft entscheidend, dass der Lieferant vorort und in kurzer Zeit mit Service- und Reparaturdiensten reagieren kann.

Gibt es Finanzierungen für Geschäftsgründer?
Die Beauty-Branche leidet wie die Gastronomie-Branche unter Bonitätsmängel. Einzelne spezialisierte Leasingfirmen finanzieren zu Gesamtfinanzierungskosten bis 20 Prozent. V-Skin bietet dank guter Bankpartnerschaft den Kunden auch Ratenvereinbarungen mit Minimalzinsen und ohne besonderen Sicherheiten an.

Gibt es eine nationale Interessenvertretung für Medical Beauty Anbieter?
Ja, der Schweizer Fachverband für Kosmetik (SFK) www.sfkinfo.ch bietet neben der offiziellen Aus- und Weiterbildung von Kosmetikberufen mit BBT-Anerkennung auch weitere wertvolle Services für Mitglieder und Nichtmitglieder an. Das kompetente Sekretariat vom SFK gibt gerne Auskunft bei telefonischen und schriftlichen Anfragen. Empfehlenswert ist auch die Teilnahme an den zahlreichen Fachkongressen vom SFK und seinen Partnern. Viele dieser Fachkongresse sind für jederman/frau zugänglich.

Nichtmedizinern wird die Zusammenarbeit mit einem Mediziner für ein Medical Beauty Angebot empfohlen, wieso?
Viele Anwendungen im Medial Beauty wie Laser- oder Nadelbehandlungen bedürfen je nach Ausgangslage einen Mediziner als Verantwortungsperson. Hierbei spielt die Fachrichtung vom Mediziner keine Rolle, jedoch muss der Mediziner die kantonale Berufsausübungsbewilligung für den entsprechenden Kanton besitzen.

Die Medical Beauty Branche kommt laufend mit Neuentwicklungen. Woher kommen diese?
Die Medical Beauty Industrie ist eine dynamische Industrie mit kurzer Halbwertszeit. Grosse Konzerne entwickeln laufend neue Verfahren oder lancieren Revivals von alten bekannten Verfahren. Hierzu wird oft die USA und die Anerkennung vom US-Gesundheitsministerium (FDA) als Startplattform für die weltweite Vermarketung gewählt. Die notwendigen Zulassungsstudien werden von US-Universitäten, welche sich auf solche Zulassungen spezialisiert haben, systematisch im Kundenauftrag hergestellt.